Sonderrufnummern und Drittanbieter

Nicht nur Privatkunden passiert es, dass die monatliche Rechnung eintrifft und auf selbiger unbekannte Posten auftauchen, welche leider oftmals aufgrund der hohen Kosten auffallen. Als erstes sollte mit dem entsprechenden Mitarbeiter geklärt werden, ob ihm diese Posten etwas sagen. Sollte dies nicht der Fall sein und Ihrem Mitarbeiter die Posten nichts sagen, ist dies sehr wahrscheinlich wahr. Oftmals merken die Nutzer von Mobilfunkgeräten nicht, dass die gerade durchgeführte Aktion zum Beispiel ein monatliches Abonnement zur Folge hat. Auch teure Rufnummern müssen nicht unbedingt wissentlich angerufen worden sein. Besonders berühmt neben den Sonderrufnummern sind hier die so genannten „Hosen-Taschen-Calls“.

Abonnement

Sie können zum Beispiel per SMS oder auch über Bannerwerbung ein Handy Abo buchen. Generell kann man hierzu sagen, dass die Buchung eines solchen Abonnements mit SMS-Bestätigung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht unwissentlich geschehen kann.

In der Regel fallen solche Abos nicht sofort auf, da die Kosten oftmals im Vergleich zur Gesamtrechnung eines Unternehmens relativ gering ausfallen und somit untergehen. Spätestens jedoch, wenn die Kosten sich summieren oder die Rechnungen genau geprüft werden, sollten eventuell vorhandene Abos auffallen.

Als Erstes muss das Abonnement gekündigt werden. Der entsprechende Drittanbieter und die Kontaktmöglichkeiten sollten auf der Rechnung angegeben sein. Generell ist eine Kündigung problemlos über das Internet oder Telefon möglich.

Zum Schluss ist es definitiv zu empfehlen eine Drittanbietersperre einrichten zu lassen um solche Umstände und Kosten in Zukunft zu verhindern. Dies können Sie bei jedem Mobilfunkanbieter über die Hotline oder Ihren Ansprechpartner erledigen.

Sonderrufnummern

Wenn Sie auf Ihren Rechnungen Telefonate zu Sonderrufnummern finden, sollte zuerst abgeklärt werden, ob diese berechtigt angerufen wurden. Mitarbeiter im Einkauf müssen eventuell über eine Sonderrufnummer bei einem Lieferanten anrufen. In diesem Fall ist es Ratsam, den Geschäftspartner um eine Festnetznummer zu bitten, oder diese im Internet herauszusuchen. Hinter jeder Sonderrufnummer steckt auch eine normale Festnetznummer.

Zur Vermeidung weiterer Kosten haben Sie die Möglichkeit Sonderrufnummern zu sperren, was natürlich nur Sinn macht, wenn diese nicht angerufen werden müssen. Eine solche Sperre kann ebenfalls über die Hotline Ihres Anbieters oder einen direkten Ansprechpartner erfolgen.

Servicerufnummern – „Hosen-Taschen-Call“

Als „Hosen-Taschen-Call“ bezeichnet man das Telefonat zu einer Servicerufnummer, welche zum Beispiel wie folgt lautet „9999999“ und unbeabsichtigt erfolgt ist. Wenn sich das Mobilfunkgerät ohne Tastensperre zum Beispiel in einer Hosentasche befindet, kann Druck auf eine bestimmte Taste ausgeübt werden und somit ein Telefonat zu einer Servicerufnummer zustande kommen. Dieses Telefonat dauert in der Regel recht lange, da es ganz einfach unbemerkt bleibt.

Nun könnte man davon ausgehen, dass diese Servicerufnummern gesperrt werden können oder zumindest durch die Sperre von Sonderrufnummern blockiert werden. Dies ist NICHT der Fall! Da es sich um keine Sonderrufnummer handelt, greift diese Sperre auch nicht. Zusätzlich gibt es aktuell nicht bei allen Anbietern Sperren für Servicerufnummern.

Aus diesem Grund ist eine Möglichkeit solche Telefonate zu verhindern, das Gerät nur mit Tastensperre in eine Tasche zu packen. Zusätzlich kann eine Hülle für Ihr Endgerät helfen, welches auch den vorderen Teil des Gerätes abdeckt.

Bei „Hosen-Taschen-Calls“ lohnt es sich den Anbieter zu kontaktieren und um Kulanz zu bitten. Nicht selten führt dies zu einer kompletten oder zumindest teilweisen Gutschrift.

Informationen zu den Sperren:

Vodafone:
http://www.vodafone.de/jugendschutz/premium-dienste-sonderrufnummern.html

Telefonica o2:
http://www.businesstarife.de/sonderrufnummern-und-drittanbieter/

T-Mobile:
http://faq.t-mobile.at/app/answers/detail/a_id/23/~/sperre-von-mehrwertnummern

Weitere Informationen finden Sie auch bei der Verbraucherzentrale:
https://www.verbraucherzentrale.de